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Neue Vocalsolisten Stuttgart

Der Name ist Programm: Die sieben Konzert- und Opernsolisten, vom Koloratursopran über den Countertenor bis hin zum schwarzen Bass, verstehen sich vor allem als Forscher und Entdecker. Um dem Neuen den Weg zu bereiten, pflegen die Neuen Vocalsolisten den beständigen Austausch mit arrivierten und jungen Komponisten bei der Recherche nach neuen Klängen, Stimmtechniken und vokalen Ausdrucksformen.

Dabei bewegen sich die Neuen Vocalsolisten insbesondere auf dem Terrain des gegenwärtigen Musiktheaters, das mehr denn je die Mittel der Elektronik und der Videokunst nutzt. Auch interdisziplinäre Arbeit mit Bildender Kunst, Literatur sowie Elementen der Alten Musik gehört zum Konzept. Vor diesem Hintergrund haben die Neuen Vocalsolisten das Genre des vokalen Kammer-Musik-Theaters geprägt, unter anderem mit Werken von Georges Aperghis, Carola Bauckholt, Luciano Berio, Luca Francesconi, Lucia Ronchetti, Oscar Strasnoy und Claude Vivier. Partner der Neuen Vocalsolisten sind dabei stets hochkarätige Spezialistenensembles und Rundfunkorchester, international bedeutende Opernhäuser, die freie Theaterszene, elektronische Studios sowie zahlreiche Veranstalter von Festivals und Konzertreihen neuer Musik in aller Welt.

Internationale Beachtung fanden in den vergangenen Jahren Musiktheaterproduktionen wie Freizeitspektakel von Hannes Seidl und Daniel Kötter mit Aufführungen in Venedig, Stuttgart, Madrid, Oslo und Warschau, oder José-María Sánchez-Verdús Aura in Madrid, Stuttgart, Venedig, Berlin und Hamburg.
Bei ECLAT 2014 erlebte die Video-Konzert-Architektur Mediterranean Voices von Komponisten aus zwölf mediterranen Ländern ihre Uraufführung. Das tagesfüllende Projekt über zwölf Identitäten des Mittelmeerraums wurde u.a. in Stuttgart, Madrid, Venedig, Gent, Krems und bei der Reihe „Wege durch das Land“ gespielt und steht auch in der aktuellen Saison u.a. in Kopenhagen auf dem Programm.
2014 brachten die Neuen Vocalsolisten auch die Musiktheater Utopien von Dieter Schnebel und Sommertag von Nikolaus Brass bei der Münchener Biennale zur Uraufführung. Für deren nächste Ausgabe im Jahr 2018 bereitet das Ensemble ein großes szenisches Projekt unter dem Titel „Privatopern“ vor.
Beim Festival Ultima in Oslo schließlich hatte ebenfalls 2014 Simon Steen-Andersens Musiktheater Buenos Aires Premiere mit anschließenden Stationen in 's-Hertogenbosch, Kopenhagen, Aarhus, Huddersfield und bei ECLAT in Stuttgart. 2016 und 2017 folgten Musiktheaterproduktionen von Annelies van Parys, François Sarhan und Christoph Ogiermann.

In der Saison 2017/18 werden die Neuen Vocalsolisten rund 20 Werke zur Uraufführung bringen, darunter ein Musiktheater von Clemens Gadenstätter in Kooperation mit Wien modern. Außerdem führen Konzertreisen die Sänger wieder in zahlreiche Länder Europas, aber auch nach New York, Peking und Tel Aviv.

Stand September 2017