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José M. Sánchez-Verdú: AURA

Musiktheater nach der gleichnamigen Novelle von Carlos Fuentes (2009/10)

José-María Sánchez-Verdú, Musik und Libretto
Susanne Øglænd, Inszenierung
Jan Speckenbach, Video
Mascha Mazur, Bühne
Andreas Fuchs, Licht
Gunna Meyer, Kostüme

Aura: Sarah Maria Sun, Sopran
Consuelo: Truike van der Poel, Mezzosopran
Felipe: Andreas Fischer, Bass
Kommentatoren: Martin Nagy, Tenor | Guillermo Anzorena, Bariton

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Joachim Haas (Experimentalstudio des SWR), Auraphon
José-María Sánchez-Verdú, musikalische Leitung

Es ist ein Stück über Realität und Fiktion, über die Kraft der Imagination, die Macht der Vergangenheit und über die Liebe:

Durch eine Annonce, die wie auf ihn zugeschnitten ist, gerät der junge Historiker Felipe Montero in das Haus der uralten Consuelo. Er soll dort den Nachlass ihres vor langer Zeit verstorbenen Gatten, des Generals Llorente, aufarbeiten. Im Haus lebt auch Consuelos junge Nichte Aura, von der Felipe sogleich fasziniert ist und in die er sich unsterblich verliebt. Doch bald schon verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelnen Personen.

Consuelo und Aura agieren in einer seltsamen Synchronizität. Auf einem alten Foto sieht Montero den General - und erkennt sich selbst. Was ist Realität, was Einbildung? Sind die beiden Frauen wirklich zwei verschiedene Personen? Zuletzt erkennt er, dass Aura nur eine Projektion ist. Aber da ist auch er bereits eingesponnen in die vergangenheitsbehaftete Welt Consuelos.
Ausschnitt aus dem Begleitheft zur CD von Rainer Pöllmann

Die Uraufführung von Aura fand am 30.05.2009 in Madrid statt, die deutsche Erstaufführung am 17. und 18.07.2009 im Rahmen des Festivals Der Sommer in Stuttgart und die vierte Aufführung am 1.10.2009 in Venedig.

Eine Produktion von Musik der Jahrhunderte in Zusammenarbeit mit musicadhoy Madrid und der Biennale Venedig im Rahmen des europäischen Kulturprojektes ENPARTS unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Fotos von Martin Sigmund und Claudio de Casas