NVS Logo

Die Neuen Vocalsolisten in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmonie

Auch die Neuen Vocalsolisten studieren Ihre Partituren nun zu Hause in den eigenen vier Wänden und hoffen auf ein baldiges Ende der Covid-19-Pandemie.

Das vorläufig letzte Konzert, bereits halböffentliche Konzert  der Neuen Vocalsolisten am 12. März 2020 mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle am Pult fand bereits vor leeren Stühlen statt. 

Der Konzertmitschnitt ist nun gratis im Archiv der Digital Concert Hall abrufbar. Lösen Sie dafür bis 31. März den Gutschein-Code BERLINPHIL ein. Damit erhalten Sie kostenlosen Zugang zu allen Konzerten und Filmen in der Digital Concert Hall.

Am Beginn des Programms der Neuen Vocalsolisten stand mit Luciano Berios Sinfonia für acht Stimmen und Orchester ein Klassiker der Moderne. Als "rätselhaft, experimentell, revolutionär" wird dieses Werk beschrieben, das Berio zum 125. Geburtstag des New York Philharmonic Orchestra im Jahr 1968 komponiert hat.

In Sinfonia wird europäische Musikgeschichte von Beethoven bis Stockhausen zitiert und zugleich werden seismographisch genau gesellschaftliche Befindlichkeiten der 1960er Jahre gespiegelt. Die Neuen Vocalsolisten singen, sprechen, flüstern, rufen und raunen der Partitur minutiös folgend Texte von Claude Lévi-Strauss und Samuel Beckett sowie den Namen des 1968 ermordeten Martin Luther King - all das von Berio strukturell in das Scherzo von Gustav Mahlers 2. Sinfonie eingebettet.
Berio selbst hat das einmal so erklärt: "Wenn ich beschreiben sollte, auf welche Weise das Scherzo von Mahler in meiner Sinfonia gegenwärtig ist, so käme mir spontan das Bild eines Flusses in den Sinn, der eine beständig wechselnde Landschaft durchläuft."

Der zweite Teil des Konzerts ist Béla Bartóks Konzert für Orchester gewidmet, entstanden 1943 im amerikanischen Exil und in seiner stilistischen Vielfalt nicht minder stark geprägt von den (volks-) musikalischen Traditionen Europas.

 

zurück / go back

Top