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Gastspiel

/ Concertgebouw Brugge

Annelies Van Parys: An Archive of Love
Eine musikalische Exposition über das Wesen der Liebe
Inszeniertes Konzert für sechs Stimmen a cappella (2018)
Deutsche Erstaufführung

Konzept und Dramaturgie: Gaea Schoeters
Komposition und Bearbeitungen: Annelies Van Parys
Musik von Annelies Van Parys, José-Mará Sánchez-Verdú, Claude Vivier, Claudio Monteverdi u.a.
Regie: Gable und Romy Roelofsen (Het Geluid)
Bühne: Davy van Gerven

Neue Vocalsolisten
Johanna Zimmer Sopran / Susanne Leitz-Lorey, Sopran / Truike van der Poel, Mezzosopran / Martin Nagy, Tenor / Guillermo Anzorena, Bariton / Andreas Fischer, Bass

Eine Koproduktion von Musik der Jahrhunderte und Het Geluid/Maastricht
in Zusammenarbeit mit Concertgebouw Brugge, unterstützt von der Provinz Limburg der Niederlande.


Das Konzept dieser musikalischen Meditation über die Liebe wurde von der Komponistin Annelies Van Parys zusammen mit der Librettistin Gaea Schoeters entwickelt, die dazu schreibt: „Die großen und sich selbst ruinierenden Liebenden in den überlieferten Geschichten haben unser unbewusstes Bild der romantischen Liebe geformt. Diese Geschichten bilden ein riesiges Archiv, ein kollektives Bewusstsein der Gestalt menschlicher Liebe, in dem alle Liebeslieder enthalten sind, die jemals geschrieben wurden: Claudio Monteverdi machte Jagd auf Amor in seinen „Madrigali Guerrieri et Amorosi“, Claude Vivier versuchte in seinen „Love Songs“ die Essenz des Eros zu erfassen, während sich José-María Sanchez-Verdu in seinem Madrigalbuch „Scriptura Antiqva“ auf die Verbindung von Eros und Thanatos konzentriert.

In Annelies Van Parys’ Liederzyklus „Ah, cette Fable“ wird ein Engel von seinem sterblichen Liebhaber gefangen genommen. Der Engel befindet sich in einem unlösbaren Dilemma: wenn er auf der Erde bleibt, wird er sterben, wenn er sich jedoch seiner Engelsflügel bedient, wird sein Geliebter nicht überleben. Während sich diese kleine Tragödie entfaltet, gerät das Archiv der Liebeslieder in Schwingung: Worte, Klänge und Gefühle lösen Assoziationen und Erinnerungen an frühere Leidenschaften aus, sowohl an sakrale als auch an profane. Echos und Fragmente anderer, älterer Liebeslieder fügen sich an diese neue Geschichte an, unterbrechen sie, ergänzen sie und treiben so die Geschichte in neue Richtungen.“

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